Welche Etikette gilt beim Tanzen?

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Die zeitgemäße Tanzetikette berücksichtigt Grundprinzipien des Respekts, der Höflichkeit und der Rücksichtnahme. Im Gegensatz zu traditionellen Knigge-Regeln passt sich die zeitgemäße Tanzetikette jedoch den modernen sozialen Normen an. Hier sind einige zeitgemäße Tipps:

  1. Einladung zum Tanz:
    • Es ist in Ordnung, sowohl Männer als auch Frauen können ihre Tanzpartner einladen.
    • Ein freundliches und respektvolles Vorgehen wird geschätzt. Ein einfaches “Möchtest du tanzen?” ist oft ausreichend.
  2. Ablehnung und Annahme:
    • Wenn jemand eine Einladung ablehnt, ist es wichtig, höflich zu reagieren und die Ablehnung ohne negative Emotionen zu akzeptieren.
    • Wenn die Einladung angenommen wird, dankt man üblicherweise höflich.
  3. Rücksicht auf den Raum:
    • Achte darauf, genug Platz für andere Tänzer zu lassen und vermeide wilde oder übermäßig energische Bewegungen, die andere stören könnten.
    • Respektiere die persönlichen Grenzen der anderen und versuche, nicht zu nah oder zu aufdringlich zu tanzen.
  4. Vielfalt der Tanzstile:
    • Akzeptiere und respektiere verschiedene Tanzstile und vor allem verschiedene Fähigkeiten der Tänzer um dich herum.
    • Wenn du dich in einem Tanzkurs oder bei einer Veranstaltung befindest, die einen bestimmten Tanzstil vorgibt, versuche, dich dem anzupassen oder lerne die Grundlagen, um teilnehmen zu können.
  5. Hygiene und Kleidung:
    • Achte auf angemessene Kleidung und persönliche Hygiene, um den Komfort der Tanzpartner zu gewährleisten.
    • Wenn Schuhe eine Rolle spielen, wähle angemessenes Schuhwerk, das für den Tanzboden geeignet ist.
  6. Tanzfläche verlassen:
    • Wenn du die Tanzfläche verlassen musst, um zum Beispiel etwas zu trinken oder auf die Toilette zu gehen, tu dies so, dass du andere Tänzer nicht störst.
  7. Kommunikation:
    • Kommunikation ist wichtig. Wenn du dich unsicher fühlst oder bestimmte Präferenzen bezüglich des Tanzens hast, teile dies höflich mit.

Die wichtigste Regel ist oft, respektvoll gegenüber anderen zu sein und sich bewusst zu sein, dass das Tanzen eine gemeinsame Erfahrung ist. Es geht darum, Spaß zu haben und die Freude an der Bewegung zu teilen.

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Paso Doble

Der Paso Doble ist ein temperamentvoller und energiegeladener Tanz, der seinen Ursprung in Spanien hat. Die Geschichte des Paso Doble ist eng mit der Tradition der Corridas (Stierkämpfe) verbunden. Der Tanz imitiert die Elemente eines Stierkampfes, wobei ein Tänzer als Matador und der andere als roter Tuchschwinger (Capa) agiert. Die Musik des Paso Doble ist meist im Marschrhythmus gehalten, um die Energie und Dramatik eines Stierkampfes widerzuspiegeln.

Die wesentlichen Charakteristika des Paso Doble sind:

  • Haltung: Die Tänzer halten sich aufrecht und stolz, wobei der Matador eine dominante und selbstbewusste Präsenz ausstrahlt.
  • Drama und Ausdruck: Der Tanz lebt von intensiven Gesichtsausdrücken, starken Körperbewegungen und leidenschaftlicher Gestik, die den Kampf zwischen Matador und Stier symbolisieren.
  • Capa-Bewegungen: Die Figur des Capa-Tänzers ahmt die Bewegungen nach, mit denen der Matador das rote Tuch (Capote) schwingt, um die Aufmerksamkeit des Stiers zu erregen.
  • Taktvollere Bewegungen: Zwischen den energiegeladenen (Doppel-)Schritten gibt es auch langsamere, taktvollere Bewegungen, die den Wechsel zwischen Spannung und Entspannung im Stierkampf widerspiegeln.

Der Paso Doble wird oft auf Tanzflächen in speziellen Lateinamerikanischen und Standardtanzturnieren sowie in Tanzshows und -wettbewerben aufgeführt. Er erfordert nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch eine starke Ausdrucksfähigkeit und die Fähigkeit, das emotionale Element des Stierkampfes zu verkörpern. Insgesamt ist der Paso Doble ein Tanz voller Leidenschaft, Dramatik und Energie, der die Zuschauer in seinen Bann zieht.

Und hier ein Beispiel für einen formvollendeten Paso Doble des Showtanzpaares Sarah Knapp und Orazio Dominante: