Warum ausgerechnet jetzt? Warum nicht.

Es gibt Momente im Leben, da schaut man sich im Spiegel an und denkt: Eigentlich könnte ich jetzt alles machen.” Die Kinder sind aus dem Gröbsten raus, der Kalender hat endlich wieder weiße Flecken, und das Knie – nun ja, das Knie macht mit, solange man es nicht übertreibt. Was liegt also näher, als genau jetzt mit dem Tanzen anzufangen? Am besten noch vor der nächsten Ballsaison im Herbst.

In unseren Tanzkursen hören wir oft Kommentare wie „Ich war früher so unbeweglich” oder „Mein Mann hat zwei linke Füße”. Mein persönlicher Favorit ist dabei klar der Satz „Ich bin doch schon zu alt dafür”. Zu alt??? Mit Mitte vierzig oder Anfang fünfzig? Gene Kelly hatte seinen ersten großen Filmauftritt mit 37 und Fred Astaire stand noch mit 78 auf der Bühne. Zu alt gibt es beim Tanzen daher nicht!

Tanzkurs

Mit 40, 50 oder 60 bringen Sie etwas mit, das kein 20-Jähriger hat: Lebenserfahrung. Sie wissen, wie man zuhört. Wie man aufeinander eingeht. Wie man eine Situation liest. Das sind keine Kleinigkeiten – das sind die Grundbausteine guten Paartanzes. Führen und Folgen ist kein Machtspiel, sondern ein Gespräch. Und Gespräche führen Sie seit Jahrzehnten. Dazu kommt: Sie müssen niemandem mehr etwas beweisen. Der Ehrgeiz, der 20-Jährige manchmal verspannt, fehlt bei Ihnen – auf die angenehmste Art. Wer mit einem Lächeln stolpert, lernt schneller als jemand, der verkrampft perfekt sein will.

Walzer, Tango, Foxtrott – diese Tänze sind keine musealen Überbleibsel. Sie sind lebendige Formen des Miteinanders. Man bewegt sich gemeinsam, man stimmt sich ab, man entdeckt sich neu – manchmal sogar den Partner, mit dem man schon 15 Jahre zusammen lebt. Überraschend viele Paare berichten, dass der gemeinsame Tanzkurs bei uns in der TVE-Tanzsportabteilung mehr für ihre Verbindung getan hat als manch ein Wochenend-Seminar zum Thema „Kommunikation in der Partnerschaft”.

Falls Sie sich fragen: Was passiert denn eigentlich so in einem Anfängerkurs, dann kann ich Ihnen nur eines antworten: Es wird gelacht und zwar viel! Es wird auf Füße getreten – und das ganz sicher mehr als einmal. Es werden Schritte geübt, die sich nach der dritten oder vierten Stunde plötzlich anfühlen wie selbstverständlich. Und irgendwann – das verspreche ich – werden Sie auf der Tanzfläche stehen und denken: Warum habe ich so lange gewartet?”

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